Wacken wurde gestürmt – und die lauteste Woche des Jahres kann beginnen

(FOO-intern) – Man kann über Metal denken, was man will. Aber eines muss man den Wacken-Fans lassen: Sie wissen, wie man feiert. Und wenn schon die Anreise weitgehend reibungslos klappt, ist das in Wacken fast schon die erste gute Nachricht des Festivals.

Mit den traditionellen Warm-up-Veranstaltungen ist das Wacken Open Air endgültig in seine Jubiläumsausgabe gestartet. Die Wacken Firefighters sorgten wie gewohnt für den passenden Auftakt, Skyline heizten den Fans ein und Festival-Mitgründer Holger Hübner legte auf der Camping Plaza sogar selbst als DJ auf. Die Vorfreude bei Veranstaltern und Besuchern war entsprechend riesig und die Stimmung offenbar vom ersten Tag an bestens.

Jetzt beginnt die eigentliche Metal-Marathonwoche. Mehr als 200 Bands und Künstler aus aller Welt stehen auf den zehn Bühnen des Festivals. Mit dabei sind absolute Schwergewichte wie Judas Priest, Sabaton, Def Leppard, Powerwolf, Lamb of God, In Flames, Arch Enemy oder Savatage. Auch Sepultura und Running Wild werden noch einmal deutsche Festivalgeschichte schreiben: Beide Bands verabschieden sich mit ihren Auftritten in Wacken vom hiesigen Publikum.

Doch Wacken besteht längst nicht nur aus den großen Konzerten. Gerade das Rahmenprogramm macht den besonderen Charme des Festivals aus. Filmfans können sich auf Dokumentationen über Kreator und das Wacken Open Air freuen, Karaoke-Fans dürfen im Landgasthof selbst zum Mikrofon greifen, und auch abseits der Hauptbühnen wird es mit zahlreichen Sonderveranstaltungen alles andere als langweilig.

Eine der schönsten Nachrichten dürfte allerdings vom Wetter kommen. Nach manchem legendären Schlammbad der vergangenen Jahre scheint Petrus diesmal ein Herz für Metal-Fans zu haben. Sommerliche Temperaturen und viel Sonnenschein versprechen ideale Festivalbedingungen, ein echtes Geburtstagsgeschenk zum 35. Wacken Open Air.

Auch hinter den Kameras wird wieder Geschichte festgehalten. Sechs Nachwuchsfotografinnen und -fotografen begleiten das Festival im Rahmen des Rock ’n’ Roll Photography Workshops. Unter der Leitung des international ausgezeichneten Fotojournalisten Pep Bonet dokumentieren sie das Geschehen aus ihrer ganz eigenen Perspektive. Oft entstehen dabei Bilder, die weit mehr erzählen als jede Konzertkritik.

Eines steht schon jetzt fest: Die lauteste Woche des Jahres hat begonnen. Und wenn die ersten Tage ein Vorgeschmack auf das sind, was noch kommt, dann dürfen sich die rund 85.000 Besucher auf ein Wacken freuen, das seinem legendären Ruf einmal mehr gerecht wird.

Photo Credit: WOA Festival GmbH / Pep Bonet Masterclass