Mini-Rock-Festival erhöht die Schlagzahl seiner Bandveröffentlichungen

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Die Bekanntgabe des Samstags-Headliners Anti-Flag ist noch keine zwei Wochen alt, da legen die Organisatoren mit Kadavar, Moop Mama, Eau Rouge und Bomb Whateva nach.

Noch vier Monate bis zum Mini-Rock-Festival 2014. Doch zum Zehnjährigen hält sich die Aufregung der Mini-Rocker bei der Organisation in Grenzen. Keine großen Verhandlungsrunden um Grundstücke, keine Unsicherheit über die Zukunft. Dank ihrem Standort am Neckarufer können sich die Festivalmacher dieses Jahr darauf konzentrieren, was für sie wirklich zählt: drei Tage
Live-Musik-Erlebnis für ihre Besucher. Dafür sollen auch die Bands im
jüngsten Bandpaket sorgen:

Kadavar macht den Anfang. Eine Band, die mit »Riff-geladenen, doomigen Hard-Rock à la Black Sabbath oder Pentagram« ein Stück 70er-Jahre nach Horb bringen wird. Ihre Authentizität beweisen die drei Berliner nicht nur durch ihre respektablen Vinyl-Verkaufszahlen, sondern auch durch ihre energetische Bühnenpräsenz, zu der selbstverständlich auch Accessoires wie Vollbart, Schlaghose oder Plateauschuhe gehören. Mitbringen werden die drei ihr Zweitwerk »Abra Kadavar«.

Moop Mama wird im August für eine volle Bühne sorgen: Zehn Leute – sieben Bläser, zwei Schlagzeuger und ein Sänger sind auf dem Weg mit ihrer Mischung aus Brass, Hip-Hop und deutschem Rap »alles über den Haufen zu laufen, was eben noch da stand«. Mit im Gepäck habe sie ihre Debütplatte mit dem zart-romantischen Titel »Deine Mutter«. Laut Mitteilung der Band sind deren Texte so vielschichtig, dass sich »sowohl der Deutschlehrer als auch der ebenso schweißnasse Punker beim Zuhören in den Armen liegen können«. Die Gratwanderung zwischen engagierten Polittexten und verspulten Zwischenmenschlichkeiten gelingt Rapper Keno, ohne, dass er auf »die Sonderangebote aus dem SB-Revolutionsregal zurückgreifen muss«. Sogar die Süddeutsche Zeitung lobt die Bayern in den höchsten Tönen: »Münchens derzeit fetteste Bläsersätze und krasseste Rhymes.«

Eau Rouge: Kein Mini-Rock-Festival ohne junge Lokalhelden aus Stuttgart. Die Kategorie »Jung und heiß« wird dieses Jahr von Each Rouge bespielt. »Mittelfinger hoch und raus damit, das hier sind schließlich Eau Rouge«, eine Band, bei der wenige Töne ausreichen. Ihre Klangteppiche bewegen sich zwischen Indie, Electro, Post Punk und Trip Hop. Eau Rouge, das ist »die
jüngste Hoffnung aus Stuttgart, die endlich mal nicht rappt«. »Golden Nights« heißt die erste Single ihrer Debüt-EP. Seit einem Jahr gibt es Eau Rouge erst, über 20 Konzerte gab’s seither. Die EP ist schon erhältlich, ein Album ist in Planung, die ersten Höreindrücke liefern den perfekten Soundtrack zur nächtlichen Großstadt.

Bomb Whateva ¿: Cody Barcelona, Ex-Skulls ‘n’ Bones-Sänger und erfolgreicher DJ trifft auf den Punk-Rock Britishman und DJ Karl Francis. Die junge Band zeichnet sich durch ihren verzerrter, gnadenlos pumpenden Bass aus. Der trifft auf eingängige Beats und Parts aus Rock, Heavy und Soul. Schon nach nur einigen Monaten Bandgeschichte können Bomb Whateva ¿
auf einen Studioaufenthalt und eine ordentliche Anzahl an Gigs zurückblicken, darunter Highlights wie der Support für Marky Ramone’s Blitzkrieg, New Model Army, Red Fang oder Kadavar.

Das Line-Up der Mini-Rocker füllt sich langsam. Bis jetzt sind 14 der 22 angepeilten Bands veröffentlicht. Tickets gibt es weiterhin unter

www.mini-rock-festival.de.

Der Überblick:

Anti-Flag
SDP
Trailerpark
Maxim
Emil Bulls
Kadavar
Moop Mama
Sierra Kidd
Bilderbuch
65daysofstatic
OK Kid
Konvoy
Eau Rouge
Bomb Whateva

 

 

 



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