Neues vom Splash! Ferropolis 2013

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In nullkommanix wird es warm sein und dann wird auch der letzte Winterschläfer peilen, dass man so langsam loslegen sollte mit den splash!-Vorbereitungen: Sonnenbrille finden, kurze Hosen anprobieren, die Winterplauze zu einem sommerlichen Bierbäuchlein umdeklarieren und Schlafsack auslüften, das ist jetzt angesagt.

Wir sind jedenfalls so gut wie fertig mit den Vorbereitungen für das beste Festival der Welt und im Kopf natürlich schon längst im sonnigen Ferropolis. Folgende Acts reißen schon vor unserem geistigen Auge die Kräne ab:

KRS One

KRS ist HipHop. Und zwar nicht in einem übertragenen Sinne. KRS ist es wirklich. Wohl kaum ein Rapper weltweit hält die Fahne für HipHop dermaßen lange, dermaßen konsequent und dermaßen vehement hoch – er ist eben nicht nur eine lebende HipHop-Legende mit einem unfickbaren Klassiker-Katalog, sondern eben auch der „Teacher“. Knowledge Reigns Supreme Over Nearly Everyone, dafür steht sein Name. Her Infinite Power Helps Opressed People, dafür steht HipHop. Man wird also auf jeden Fall etwas lernen, wenn der große KRS die Ferropolis-Bühne betritt. Oder feiert sich einfach blöd auf Klassiker wie „MCs Act Like They Don’t Know“ oder „Sound Of The Police“. Oder beides gleichzeitig. Dafür ist HipHop ja auch da.

Genetikk

So wie es aussieht, wird das maskierte Duo aus dem Hause Selfmade der nächste große Erfolg des Über-Indies aus Düsseldorf: Beinharte Fanbase, ein ureigener, harter Style, kontroverses Auftreten – und obendrein richtig gute Rapmusik. Nach ihrem gefeierten 2012er Debütalbum „Voodoozirkus“ stehen die Zeichen für Sikk und Karuzo jedenfalls auf Erfolg – und wenn die zwei auf der splash!-Bühne stehen, wird ihr neues Album bestimmt schon die Spitze der Charts erklommen haben. Wetten nehmen wir gerne an.

Bass ‘Em (DJ Special K & DJ Shusta)

Schunkel-Boombap ist ihre Sache nicht: Wenn Special K und Shusta zusammen hinter die Decks steppen, dann gibt’s nur frisches Zeug aufs Maul, namentlich Trap, Dubstep, Crunk, Down South und alles, was sonst noch grad ausm Blog tropft und ordentlich Bass untenrum hat. Ihr werdet Bier verschütten, versprochen.

Betty Ford Boys

Dream Team – anders kann man diesen Zusammenschluss gar nicht bezeichnen: Suff Daddy, Brenk und Dexter stellen nicht nur die Creme de la Creme der europäischen Sample-Füchse dar, sondern sind fürderhin auch (endlich) gemeinsam unterwegs. Und zwar nicht nur auf dem splash! 16, wo sie ganz großes Beat-Pingpong spielen werden, sondern auch bald auf Platte. „Leaders Of The Brew School“ soll das Ding heißen, und wenn wir Glück haben und die Jungs rechtzeitig fertig werden, dann können wir in Ferropolis schon was davon hören.

DJ Stickle & Steddy

Dass die zwei was können, steht wohl außer Frage: Immerhin gehen zwei der besten Alben der letzten Zeit auf das Produzentenkonto der beiden Studiokollegen: Caspers „XOXO“ und Chakuzas „Magnolia“. Dass der H-Blockx-Drummer und der hippste DJ der Hauptstadt wissen, wie man eine Party rockt, steht ebenso außer Frage – genau deshalb haben wir die beiden nach Ferropolis eingeladen.

Edgar Wasser

Medial ist er zwar nicht so im Game wie der ein oder andere Rapper, schließlich gibt der junge MC aus München prinzipiell keine Interviews, aber was Veröffentlichungen und Shows angeht, ist Edgar Wasser ziemlich gut dabei: Seine Diskografie wächst mit jeder EP genauso wie seine Fanbase, und dass er mittlerweile auch in den ganz großen Hallen z.B. die Shows von Blumentopf eröffnet, ist auch kein Zufall. Live ist Edgar nämlich unfickbar, wie man so schön sagt. Und genau das wird er auch dieses Jahr auf dem splash! unter Beweis stellen.

Evian Christ

Ein mysteriöser Zeitgenosse, dieser Joshua Leary aka Evian Christ. So richtig viel weiß man nicht über den blutjungen Producer aus England, außer dass er gerade die spannendste Musik rund um HipHop macht, die man gerade aus dem Netz saugen kann. Aber ist ja eigentlich auch nicht so wichtig. Hauptsache, er kommt zum splash! und bringt gute Musik mit. Und dessen sind wir uns absolut sicher.

Kellerkommando

„Kellerkommando ist eine 2009 gegründete Band, die traditionelle fränkische Volksmusik mit Rap mischt.“ Sagt wikipedia. Stimmt schon irgendwie. Aber interessanterweise ist der rappende Frontmann der Formation der Münchner Spitter Ali A$, und den kennt man ja bekanntermaßen eher im Zusammenhang mit synthetischen Brettern – dass diese Kombi trotzdem passt wie Arsch auf Eimer, davon können sich Skeptiker dann ja live auf dem schönsten Festival der Welt überzeugen.

Gerard

Dieses Jahr soll es endlich soweit sein: „Blausicht“, das lang erwartete Meisterwerk des jungen österreichischen Rappers Gerard, wird das Licht der Plattenläden erblicken. Der erste Vorbote „Lissabon“, der schon einen Eindruck davon vermittelte, wie gut das Album werden wird, ist nun ja schon eine ganze Spielzeit her – Zeit wird es also. Wir hoffen natürlich, dass Gerard „Blausicht“ im splash!-Gepäck dabei haben wird.

Muso

Er ist eine der großen Hoffnungen aus dem Chimperator-Camp: Muso verbindet nachdenkliche bis abstrakte Lyrics mit einer edgy Produktion zwischen Indie und Elektronik – und trifft damit nicht nur einen Nerv bei zeitgeistsensiblen Musikfans mit offenen Ohren, sondern macht damit etwas, das in der Form sonst keiner macht. Kein Wunder, dass mit Spannung erwartet wird, was Muso künstlerisch noch so reißen wird. Wir freuen uns jedenfalls, Muso in Ferropolis lauschen zu können.

Nate57 & Telly Tellz

Wenn es so etwas wie Conscious-Straßenrap in Deutschland gibt, dann ist Nate57 mit Sicherheit der Protagonist dieser Sparte. Wie kaum ein anderer schafft es der Hamburger, den Mindstate junger Menschen aus sozialen Brennpunkten auf den Punkt zu bringen, dabei treffende Sozialkritik zu formulieren und trotzdem fresh wie Sau klingen. Sein Partner in Rhyme Telly Tellz steht ihm in punkto Freshness in nichts nach – und dürfte ganz nebenbei auch einer der technisch versiertesten Rapper der neuen Generation sein. Dass die beiden Hamburger auch splash!-Bühnen zerlegen können, haben sie vorletztes Jahr unter Beweis stellen können, dieses Jahr kommen mit jeweils neuen Alben im Gepäck nach Ferropolis.

Phlatline & Friends (DJane Tereza, DJ Ron, DJ Shusta, Tefla)

Dass die Phlatline-Boys allesamt nicht nur großartige DJs, sondern auch wunderschöne Menschen sind, weiß ja mittlerweile jeder splash!-Besucher. Offenbar wollten sie für die Party dieses Jahr noch einen draufsetzen und haben sich die nicht minder schöne und großartige DJane Tereza mit hinter die Decks geholt – und spielen natürlich wieder großartige Musik für schöne Menschen.

Ronny Trettmann

Er hat quasi ein Heimspiel in Ferropolis: Angeblich wohnt der hiesige Dancehall-King wirklich nur eine Spliff-Weite von den legendären Kränen entfernt. Und weil er das beste Festival der Welt direkt vor der Nase hat, schreibt er wohl auch die besten Songs der Welt – zumindest in den Augen derjeniger, die mit Dancehall, Sächsisch und Humor was anfangen können. „Der Sommer ist für alle da“, sagt Ronny. Und wird mit euch Party machen bis „Kurz vor nacksch“.

Sepalot

Er ist nicht nur der musikalische Kopf hinter Blumentopf und seit tausend Jahren der DJ der Band, sondern auch ein weltweit angesehener Beatmaker und Club-DJ: Sepalot hat mit „Red Handed“ und „Chasing Cloud“ zwei sagenhafte Producer-Album mit internationaler Beteiligung auf der Habenseite, zudem spielt er bekanntermaßen jede halbwegs gediegene Tanzfläche in nullkommanix voll, ohne dabei auch nur einen Hauch von seinem guten Geschmack abzuweichen. Und genau so wollen wir das auf dem splash!.

Roger Rekless’ Freestyle Experience (Roger Rekless, Keno, David Pe, Boshi San + Band)

Freestyle-Rap gehört zum splash! wie Zelte und Bier. Und weil dem so ist, haben wir dieses Jahr einfach mal die Besten dieser Zunft eingeladen: Roger Rekless moderierte letztes Jahr das Programm auf der Hauptbühne und stellte damals schon unter Beweis, dass er das Freestylen beherrscht wie kein Zweiter. Wobei: Seine Münchner Kollegen Keno (Moop Mama), David Pe (Main Concept) und Boshi San können das erwiesenermaßen mindestens so gut. Wir wissen zwar nicht, was da genau passieren wird – ist ja Freestyle -, aber es wird gut. Versprochen.

splash-festival.de

12.-14. Juli 2013
Ferropolis


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