MASALA Weltbeat Festival 2012

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Das MASALA Weltbeat Festival präsentiert jährlich die Schönheit und den Reichtum der Musikkulturen der Welt.

Kaum etwas kann die Herzen der Menschen so leicht öffnen wie Musik und so liegt es nahe, damit auch einen Anstoß zum Nachdenken zu geben. Neben dem Genuss und der Freude an den Konzerten möchten wir in diesem Jahr in mehreren Veranstaltungen auf ein globales Phänomen aufmerksam machen, das unsere Zukunft prägen wird: Flucht und Migration.

Mit dem Film und dem Konzert der Sierra Leone’s Refugee All Stars, deren Karriere in den Flüchtlingslagern in Guinea begann, der Solomonic Fashion Show mit jungen Menschen aus Äthiopien, die in Europa eine neue Heimat gefunden haben, einer Lesung über den Umgang Europas mit der Zuwanderung aus Afrika und mit den neuen Klängen der Sinti und Roma des Ensembles Romengo aus Ungarn werden diese Themen berührt.

Wir laden wieder zu einer Reise durch die Welt der Musik ein und wünschen uns, dass wir einen kleinen Teil dazu beitragen, dass die Welt gerechter und friedlicher wird, denn Musik kann Türen öffnen zu den anderen Kulturen dieser Welt.

Mi. 4.7.2012 20 Uhr Eröffnungskonzert im Pavillon
Romengo Ungarn
Der Neue Klang in der Musik der Sinti und Roma

Das ungarische Ensemble „Romengo“, 2007 Preisträger des „Anna Lindh Preises“ für „Music for Intercultural Dialogue“, gehört zu den Oláh. Diese Bezeichnung wurde für Vlach-Roma oder Walachen verwendet, die nach dem Ende der türkischen Besetzung im 18. Jahrhundert aus den Fürstentümern Moldau und Walachei (dem heutigen Kerngebiet Rumäniens) nach Ungarn einwanderten, wo sie unter jahrhundertelanger Leibeigenschaft und Versklavung litten.

Oláh-Gypsies benutzen ursprünglich nur Stimmen und Haushaltsgeräte wie Wasserkannen und Holzlöffel als Instrumente, die von ihrer nomadischen Tradition zeugten. Die experimentierfreudigen Musiker von Romengo und die charismatische Sängerin Monika Lakatos schaffen eigene Kompositionen in Oláh-Stil sowie innovative Interpretationen von Liedern, die von Generation zu Generation in der Familie weitergegeben wurden. Zum typischen Rhythmus der Milchkannen und zu Monika Lakatos’ kraftvoller Stimme fügen sich virtuos Streichinstrumente und Gitarre und bilden so den Klang einer jungen, weltoffenen Generation von Roma-Musikern der 21. Jahrhunderts.
Homepage: www.romengo.com

Do, 5.7.2012, 20 Uhr, Center for World Music, Hildesheim
Golbon Iran
Klassische persische Radif-Musik

Die jungen, professionell ausgebildeten, engagierten Musikerinnen aus Teheran haben sich 2010 zum Ensemble Golbon – „Blumenwurzel“ – zusammengefunden. Sie präsentieren ein klassisches persisches Radif-Repertoire sowie Kompositionen auf Radifbasis von berühmten iranischen Komponisten des 20. Jahrhunderts, wie Parviz Meshkatian, Faramarz Payvar oder Abolhassan Saba. Sufistische Hafez-Gedichte und Liebeslyrik vertonen sie mit eigenen Kompositionen.

Anlässlich des 100. Jahrestages der ersten Tonaufnahmen iranischer Sängerinnen wird in diesem Konzert zum ersten Mal in Deutschland ein 1912 aufgenommenes Stück zu hören sein. Ein außergewöhnliches Konzert klassischer persischer Musik und Dichtkunst – interpretiert auf einem Bouquet persischer Musikinstrumente!

Do, 5.7.2012, 21 Uhr, Béi Chéz Heinz, Hannover
Ma Valise Frankreich
Balkan-Afro-Dub-Chanson-Mestizo und Punkrock

Ma Valise – „Mein Koffer“ – kommen aus dem Weinanbaugebiet südlich von Nantes. Geradezu spielerisch fusionieren die vier Internationalisten Balkan-Afro-Dub-Chanson-Mestizo und Punkrock zu ihrem eigenen und unverwechselbaren Stil.
Ma Valise wirbeln fünf Sprachen durcheinander: Spanisch, Englisch, Französisch, Rumänisch und Creolisch; dazu werden Instrumente von A wie Akkordeon über K wie Kontrabass bis Z wie Zugposaune gespielt, im dauernden Wechsel. Die Texte von Ma Valise handeln von der Solidarität mit Flüchtlingen, von desillusionierten Verlierern der Globalisierung und diversen Widersprüchlichkeiten des Lebens.
Trotz der ernsten Themen bewahren Ma Valise ihren Humor und stecken damit ihr Publikum an. Die Musiker sind außerdem in kulturellen Projekten aktiv. So haben sie vor zehn Jahren den Verein „l’asso béchamel“ gegründet und veranstalten selbst Konzerte, Ausstellungen, Theater und Filmvorführungen in ihrem Zirkuszelt „Chez Gino“.

Homepage: www.mavalise.com

Fr, 6.7.2012, 21 Uhr, Pavillon, Hannover
Rosario Smowing Argentinien
feat.
Pinkspots Deutschland

anschl. Electroswing Party mit NAAB (NudyAliensBigBand)

Bereits zum dritten Mal ermöglicht das MASALA Festival unter dem Motto „Niedersachsen im Dialog“ das Zusammentreffen von Künstlern aus Niedersachsen mit internationalen Künstlern und produziert eine Uraufführung während des Festivals. Swing aus Niedersachsen trifft in diesem Jahr auf „Swing Argentino“ und Electroswing!
Rosario Smowing verbinden in ihrem „Swing Argentino“ viele Elemente der unbedingt tanzbaren Musikstile der 40er, 50er und 60er Jahre, Swing, Ska, Jazz, Dixie, Rockabilly mit Mambo, Bolero und Tango, verpacken alles in ein sehr modernes Gewand und bringen damit Ballsäle und Festivals zum Kochen! Die Texte bestehen aus der typischen Tangolyrik, die im „Swing Argentino“ einmal ganz anders, aber durchweg sehr argentinisch präsentiert wird. Mit diesem Konzept ist Rosario Smowing in Argentinien sehr erfolgreich und mit drei veröffentlichten CDs und über elf Jahren Bandgeschichte eine feste Größe der Live-Szene. Nun kommt die Band zum ersten Mal nach Europa! Im Vorfeld des Konzertes werden Rosario Smowing einige Stücke gemeinsam mit den Pinkspots erarbeiten und diese präsentieren – eine Uraufführung im Pavillon.

Die Pinkspots bringen seit vielen Jahren sehr erfolgreich das unbeschwerte Lebensgefühl des Swing mitten aus Niedersachsen auf die Bühnen in ganz Europa! Mit dreistimmigem Jazzgesang, frechem Sexappeal und einer ordentlichen Prise Ironie entlocken die drei Sängerinnen bekannten Jazzstandards und musikalischen Raritäten völlig neue Töne. Mit ihren wunderbaren Kostümen und toller Bühnenpräsenz erwecken sie die glamourösen und wilden Zeiten der 20er und 30er Jahre. Allerdings immer mit einem Augenzwinkern und überwiegend mit ganz eigenen, ganz neuen Texten. Damit passen die drei Pinkspots mit ihrer Geigerin Kristina van de Sand ausgezeichnet zu dem Orchester Rosario Smowing.

Homepage: www.rosariosmowing.com.ar | www.pinkspots.de


Sa, 7.7.2012, 21 Uhr, Pavillon, Hannover
Solomonic Fashion Show Äthiopien

Fashion & Life-Konzert

Die Solomonic Fashion Show präsentiert aktuelle, sehr moderne Mode zwischen Afrika und Europa. Die junge Modedesignerin Meron Biruk, aufgewachsen in Äthiopien, lebt und arbeitet seit vielen Jahren in Europa und verbindet in ihrer Arbeit die Traditionen ihrer Heimat mit der globalisierten Welt moderner Großstädte. Sie verarbeitet verschiedene traditionelle Gewänder und arbeitet ausschließlich mit Stoffen direkt aus Äthiopien, wo der Anbau von Baumwolle und das Weben von feinsten Stoffen ein Gewerbe mit langer Tradition und von höchster Qualität ist.

Abgerundet wird die Solomonic Fashion Show durch Akrobatik- und Zirkuselemente. Der äthiopische Starjongleur Abdurazak Reshid Adem war ebenso wie viele Mitwirkende der Solomonic Fashion Show über Jahre bei den weltweit sehr erfolgreichen Produktionen wie Afrika Afrika und Circus Ethiopia engagiert.

Homepage: www.solomonic-fashion.de | www.abbdi.com

Krar Collective Äthiopien

Nach der Modenschau gibt es ethiopian Grooves live: Die traditionelle äthiopische Leier, die Krar, gilt als eine der letzten noch gespielten Nachfahren eines Instruments, das von semitischen Nomaden vor über viertausend Jahren nach Ägypten und über Ägypten hinaus verbreitet wurde. Temesgen Tarakan vom Krar Collective spielt sie elektrifiziert und erzeugt hypnotisierende Grooves darauf, als wäre sie eine „Ur-Rock-Gitarre“. Wenn dann noch die Perkussion einsetzt und Genet Asefa mit ihrer durchdringenden Stimme loslegt, glaubt man kaum, dass dieser kraftvolle Sound nur von einem Trio stammt. Das Krar Collective spielt Songs aus verschiedenen Regionen Äthiopiens und interpretiert die musikalischen Traditionen in einer sehr modernen, tanzbaren Art: “Krar Collective rocks!”

Anschließend Party: Ethiopian & World Groove!

Homepage: www.krarcollective.com

So, 8.7.2012, 17 Uhr, Gut Adolphshof, Hämelerwald/Lehrte
Gadjo Spanien/Barcelona
Balkan Reggae

Support: Ayassa

Die lebhafte Band Gadjo vereint Musiker und Musikstile aus allen Himmelsrichtungen. Die Legende sagt, dass die Musiker aus dem äußersten Gadjistan kamen und Barcelona als den Ort gewählt haben, ihre Koffer auszupacken und ihre Instrumente zu lüften. Die sieben Musiker sind geprägt durch ihre Gadjistani-Kultur, eine reiche und feierfreudige Kultur mit fesselnden Rhythmen und entfesselten Tänzen, mit theatralen Melodien und einem Mix aus vielen Sprachen.
Seit einigen Jahren tourt Gadjo intensiv durch ganz Europa, immer im Auftrag, ihr musikalisches Erbe zu verbreiten, das von Gypsy-Cumbia, Balkanic-Ska bis zu Reggae-Swing and Surf Tango reicht. Dabei tauchen sie mal akustisch auf einem kleinen Marktplatz, mal unter den Lichtern von großen Festivalbühnen auf. Musik, die in die Beine geht!

Homepage: www.gadjomusica.com

Ayassa Deutschland
Gypsy, Balkan, Klezmer, Folk

Die musikalische Reise von Ayassa zeigt die Welten der jiddischen Musik, die vielerlei kulturelle Einflüsse in sich vereint, und die Musik der Sinti und Roma. Melancholisch-romantische Lieder wechseln zu temperamentvollen Balkan-Tänzen, traditionelle Melodien und Gedichte werden ergänzt mit eigenen Kompositionen. Gypsy-Swing, Klezmer und Musette, mal instrumental, mal mit jiddischen, finnischen, mazedonischen und auch französischen Texten, und das alles mit viel Freude und Schmerz und mit Verliebtheit und wilder Leidenschaft.

Homepage: www.ayassa.net

Mo, 9.7.2012, 20 Uhr, St. Martinskirche Bennigsen
MoZuluArt Simbabwe/Österreich
Mozart trifft auf afrikanische Musiktradition

MoZuluArt ist das gemeinsame Projekt von der Vokal-Gruppe Insingizi aus Simbabwe und dem Pianisten Roland Guggenbichler (Erika Pluhar, Kurt Ostbahn) aus Österreich. Die Musik ist eine Verschmelzung traditioneller Zulu-Klänge mit klassischer Musik, vor allem Mozart-Kompositionen – daher auch der Name MoZuluArt.
Sie musizierten erstmals bei einem Konzert im Wiener Radiokulturhaus zur Feier des 10-jährigen Endes der Apartheid in Südafrika gemeinsam. Davon ausgehend entwickelte sich diese ungewöhnliche Idee, die Musik zweier Kontinente zusammenzubringen. Roland Guggenbichler liefert mit dezenter Begleitung und punktgenauen Arrangements die Basis für die Lieder, die vom feinen A-cappella-Gesang der drei Sänger Ramadu, Vusa Mkhaya Ndlovu und Blessings Nqo Nkomo in neue vokale Sphären gehoben werden.

Gesangsworkshop mit MoZuluArt
am Mo., 9.7.2012, 16 Uhr.

Anmeldung und Infos: Sabine Nauber
Tel. 0177-3991739 oder per Mail

Homepage: www.mozuluart.at

Di, 10.7.2012, 19 Uhr, Pavillon Hannover
Europa macht dicht Lesung
Lesung & Diskussion mit Sabine am Orde (taz)

Die Festung Europa nimmt Gestalt an. In den letzten Jahren hat es die EU geschafft, mit repressiven Mitteln ihre Außengrenzen für Flüchtlinge immer unüberwindbarer zu machen. Die Situation an den Rändern der EU eskaliert, in den Flüchtlingslagern wie auf Lampedusa drohen humanitäre Katastrophen.
Es ist ein Skandal: Die EU schottet sich ab gegen Flüchtlinge, deren Armut sie durch ihre fragwürdige Subventionspolitik zum Beispiel in Afrika zu großen Teilen mit verursacht. Die Folgen: Für Flüchtlinge wird es immer gefährlicher, in die EU zu gelangen, es wird geschätzt, dass jeder vierte Flüchtling im Mittelmeer ertrinkt; für Schlepperbanden hingegen wird dieser “Geschäftszweig” immer lukrativer.

Jan-Egge Sedelies diskutiert mit Sabine am Orde, Autorin, studierte Politikwissenschaftlerin und stellvertretende Chefredakteurin der taz. // Eintritt frei

Homepage: www.taz.de

Di, 10.7.2012, 20 Uhr Schloss Landestrost Neustadt a. Rbge.
Cécile Corbel Frankreich
Zauber der keltischen Harfe

Die Sängerin und Komponistin Cécile Corbel stammt aus der keltischen Bretagne im Norden Frankreichs. Als Kind reiste sie mit ihren Eltern, fahrenden Puppenspielern, durch die Bretagne und entdeckte schon früh nach der Gitarre die keltische Harfe als Lieblingsinstrument. Mit 18 Jahren zog sie nach Paris und schlug sich als Straßenmusikerin durch. 2003 produzierte sie im Alleingang ihr erstes Album.
Getragen von einer anziehenden Stimme, die an Kate Busch erinnert, und einem einzigartigen Harfenspiel mischen sich in ihren Liedern alte Gedichte und persönliche Kompositionen, keltische Musik und Mittelmeer-Melodien für eine Reise außerhalb der Zeit. Damit tritt sie in die Fußstapfen so herausragender Musiker wie Alan Stivell und Loreena McKennitt, mit denen sie oft gemeinsam auf der Bühne stand. Gemeinsam mit dem Bassisten Pascal Boucaud und dem Gitarristen Cyril Maurin stellt sie neben aktuellen Songs einen Querschnitt aus ihren verschiedenen Programmen vor.

Homepage: www.cecile-corbel.com

Mi, 11.7.2012, 20 Uhr, Schauspielhaus Hannover
Emel Mathlouthi Tunesien
Stimme für die Freiheit

Die Tunesierin Emel Mathlouthi – begeisterte Sängerin, Texterin und Komponistin – steht in direkter Linie zu den großen Diven des Maghreb, trägt aber auch das Erbe der Protestsänger der 60er Jahre in sich. Ihre Einflüsse reichen von Dylan bis hin zu Cheikh Imam, und Elemente aus Rock und Elektro unterstreichen die Direktheit ihrer Protestsongs.
Als eine Galionsfigur des „Arabischen Frühlings“ zeigt sie beeindruckende Bühnenpräsenz und ihre Stimme klingt nach Revolution und Freiheit. Ihr Lied „Kelmti Hourra“ („Mein Wort ist frei“) wurde zu einer Hymne der tunesischen Revolution. Es ist „eine Hommage an diejenigen, die ihr Leben gelassen haben, damit wir in Tunesien frei leben können“, sagt sie. Ihre unvergesslichen Songs werden ihr auch einen festen Platz in der internationalen Pop-Szene verschaffen.

Homepage: www.emelmathlouthi.com

Shunsuke Kimura & Etsuro Ono Japan
Tsugaru-Shamisen – Tradition mit spielerischer Dynamik

Die virtuosen Musiker Shunsuke Kimura und Etsuro Ono sind Innovatoren auf dem Saiteninstrument Tsugaru-Shamisen und der Flöte Shinobue. Diese dynamische Musiktradition kommt aus dem nördlichen Japan, der Tohoku-Region, und die beiden Musiker präsentieren traditionelle Stücke und verschmelzen sie mit den Soul- und Blues-Rhythmen des Westens.
Die Tsugaru-Shamisen wurde ursprünglich von durchreisenden blinden Künstlern vor den Häusern und in den Straßen gespielt, die so für ihren Lebensunterhalt sorgten. Bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts wurde sie einfach als Hintergrundinstrument für Volkssänger genutzt. Erst später schätzte man sie nach und nach als Solo- oder Ensemble-Instrument. Als Soloinstrument erfordert die Tsugaru-Shamisen eine sehr versierte Technik für schnelles Spiel, ein feines Gefühl für Rhythmus und dynamische Kreativität für Improvisationen. Heute fasziniert die Dynamik, der kraftvolle, aber gefühlvolle und sensible Klang der Tsugaru-Shamisen viele Menschen in Japan und ist wieder populär bei der jüngeren Generation.

Homepage: www.womex.com

Fr, 13.7.2012, 19 Uhr, Pavillon Hannover
Sierra Leone’s Refugee All Stars Sierra Leone
Film & Konzert
Ein afrikanischer Traum – Roots & Reggae

“When two elephants are fighting, the grass will suffer.”

Die Musik der Sierra Leone’s Refugee All Stars ist eine einzigartige Mischung aus traditionellen westafrikanischen Liedern und Reggaeeinflüssen, von Roots-Reggae bis Dancehall. Die altersmäßig aus mehreren Generationen stammenden Bandmitglieder bringen ihre unterschiedlichen musikalischen Vorlieben ein und so entsteht eine sehr moderne Form westafrikanischer Musik. Live strotzen die Bandmitglieder vor Spielfreude, sie spielen, singen und lachen sich direkt in die Herzen des Publikums.
Dabei beginnt ihre Geschichte in den Wirren des Bürgerkrieges in Sierra Leone. Dieser zwang von 1990 bis 2002 Hunderttausende zur Flucht in benachbarte Länder. Im Flüchtlingscamp in Guinea fanden sich die Bandmusiker zusammen und brachten durch ihre Konzerte Hoffnung, Zuversicht und Lebensfreude in das gefahrvolle Leben der Menschen in den Camps. Durch Abschiebung und Umsiedelung häufig getrennt, fanden sie doch immer wieder zusammen und wurden so in mehreren Flüchtlingscamps sehr berühmt.

Homepage: www.refugeeallstars.org

Film: Sierra Leone’s Refugee All Stars
um 19 Uhr

… Die beiden amerikanische Dokumentarfilmemacher Banker White und Zach Niles entdeckten die Band und begleiteten die Musiker drei Jahre lang bei den Umsiedelungen in verschiedene Camps, nach Hause in die zerstörte Heimat Sierra Leone und bis zur Produktion ihres ersten Studioalbums. Heraus kam der vielfach ausgezeichnete Dokumentarfilm „Sierra Leone’s Refugee All Stars“ – ein Gegenpol zur üblichen Katastrophen-Berichterstattung über Westafrika!
Gleichzeitig halfen sie der Band, ihren großen Traum zu erfüllen und eine erste Studio-CD zu produzieren. Der Dokumentarfilm wurde auf unzähligen Filmfestivals ausgezeichnet und räumte renommierte internationale Filmpreise ab.
Die Sierra Leone’s Refugee All Stars wurden daraufhin weltweit gebucht und spielen seitdem auf den Bühnen der großen Festivals dieser Welt. Im Frühling 2012 erschien ihr 3. Studioalbum.

19 Uhr Film
21 Uhr Konzert

Anschließend Party Afrikanische Nacht

Sa, 14.7.2012, 21 Uhr, Pavillon Hannover
Badi Assad Brasilien
Poetische Phantasiewelten

Die Sängerin und Gitarristin Badi Assad schafft sich aus dem Reichtum an Klängen und Farben des brasilianischen Regenwaldes ihr eigenes fabelhaftes Universum, eine poetische Phantasiewelt aus tänzerisch-sonnigen Liedern, Jazzharmonien und raffinierten Rhythmen. Mit Schalk und Charme in den blitzenden Augen, ungezähmt, kultiviert und mit schönster Stimmflora geschmückt präsentiert sie die Wehmut des Bossa Nova, die perkussive Wucht der Samba-Musik und die Naturverbundenheit in den Gesängen der Ureinwohner. Und in ihrer fröhlich-traurigen, mal lieblich-zarten oder flüsternden Stimme und manchmal mit tierstimmenähnlichen Gesangspassagen lässt sie Mittelmeer und Amazonas sich vereinen.

Homepage: www.badiassad.com

Calypso Rose Trinidad/Tobago
Queen of Calypso

Mc Cartha Lewis alias Calypso Rose wurde 1940 in Bethel/Tobago geboren und ist seit vielen Jahren Botschafterin der karibischen Musik. Ihren Durchbruch hatte sie bereits 1966 mit dem Song „Fire in me wire“, der sich zur Hymne des Karnevals in Trinidad/Tobago entwickelte.
In fünf aufeinanderfolgenden Jahren gewann sie den Wettbewerb „Calypso Queen“ und gilt seitdem als „Königin des Calypso“. Im Laufe ihrer Karriere schrieb sie mehr als 800 Songs, nahm 25 Alben auf und wird oft mit charismatischen Sängerinnen wie ­Miriam Makeba und Aretha Franklin verglichen. Sie teilte sich die Bühnen mit einigen der großen internationalen Stars wie Mahalia Jackson, Michael Jackson, und Bob Marley. Ihre Musik ist mit der Musik der afrikanischen Sklaven verbunden und ihre Lieder handeln von dem alltäglichen Leben in der Karibik. Auf der Bühne ist sie ein wahres Energiebündel und Showtalent und mit ihrer Lebensfreude macht Calypso Rose jedes Konzert zu einem besonderen Erlebnis.

Anschließend: Party Calypso, Reggae & Samba

Homepage: www.calypsorosediva.com

So, 15.7.2012, 20 Uhr, Pavillon Hannover
Becaye Aw Trio Mauretanien/Norwegen
African Folk & Nordic Vibrations

Der Sänger und Gitarrist Becaye Aw stammt aus Mauretanien und lebt seit mehreren Jahren in Norwegen. Sein Gitarrenspiel ist überraschend vielseitig und kombiniert verschiedenste musikalische Einflüsse wie die Fulani-Musik aus dem nördlichen Senegal mit westafrikanischen Rhythmen und Jazz. Er spielte unter anderm bei Baaba Maal und Mansuur Seck.
Nun hat er sein erstes Solo-Album aufgenommen und singt mit bassig-warmer Stimme in seiner Muttersprache Eigenkompositionen und Folksongs aus seiner Heimat. Seine Mitmusiker, Gitarrist Olaf Torget (Karl Seglem) und der großartige Perkussionist Helge Norbakken (Kari Bremnes, Mari Boine), greifen die Themen von Becaye Aw gekonnt auf und alle drei kreieren mit spielerischer Leichtigkeit gemeinsam ein dynamisches Klangfeuerwerk von besonderer Intensität und Schönheit.

Homepage: www.myspace.com/becayeaw

MASALA-Kinderprogramm:

Mi, 11.7.2012, 9:30 Uhr, Pavillon Hannover
Adesa Ghana
Tetteh Teufelskerl und die geheimnisvolle Laute

In der Steppe im Herzen Ghanas lebt Tetteh, ein echter Teufelskerl, unter dessen mächtigen Schritten die Erde bebt. Doch Tetteh, der sich selbst für den größten Held aller Zeiten hält, gelingt es nicht, auf seiner Laute zu spielen. Entschlossen macht er sich auf den Weg, um seiner prächtigen Laute das Leben und die Töne einzuhauchen. Dabei entdeckt er spannende und geheimnisvolle Geschichten und Mythen rund um afrikanische Instrumente und ihre Musik.

Pulsierende afrikanische Rhythmen und spannende Akrobatik von ADESA laden zum Mitmachen und Zuhören ein.

Eintritt: Kinder 4 Euro / Erwachsene 6 Euro
Gruppen nur mit telefonischer Voranmeldung: 0511-2791321

Tickets:
Vorverkauf
Die Preise sind Bruttopreise, die Vorverkaufsgebühren* sind enthalten.

Karten für alle Veranstaltungen erhalten Sie zum Vorverkaufspreis an der Infothek im Pavillon, Montag bis Freitag 10.00 – 18.00 Uhr, an allen bekannten Vorverkaufsstellen und online über www.masala-festival.de. Außerdem an den jeweiligen Veranstaltungsorten. Ermäßigungen nur an der Abendkasse unter Vorlage eines entsprechenden Ausweises.

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