(FOO-intern) – Heute mag es sich fast so anfühlen, als nähert sich der Winter dem Ende zu. Meteorologisch zumindest, was natürlich nichts mit dem Wetter da draußen zu tun haben muss, aber uns doch schon langsam vorfreudig stimmt. Auf Anbaden, ein erstes Dosenbier, selbst auf das Zelt aufbauen und das nachzählen, („Nee, hast recht, sind doch zu wenig Heringe”) – und da merkt man, dass uns das mit der Vorfreude wirklich ernst ist.
Verständlich, dass all das gerade noch weit weg wirkt, wo sich im Fernsehen gerade noch abwechselnd Rodlerinnen eine Eisbahn runter jagten oder Curler ihren Steinen nachjagten und sich vor Tür Schnee und Regen den Himmel herunter jagten. Aber vielleicht können wir das nächste Immergut ja etwas greifbarer für euch machen.
SPRINTS BEIM 26. IMMERGUT FESTIVAL
In den letzten Tagen haben wir fünf neue Künstler*innen und Lesende veröffentlicht – allen voran die irische Band SPRINTS:
Sprints aus Dublin kombinieren Alternative Rock mit Noise-Punk und Grunge. Die heute vierköpfige Band gründeten Karla Chubb und Jack Callen 2019, inspiriert von einem Konzert der britischen Post-Punk Band Savages um eben angebete Sängerin Jehnny Beth. Die Musik von Sprints ist laut und energiegeladen: Verzerrte und krachende, aber auch gefühlvolle Gitarren, treibende Drums und der oft ziemlich wütende, gleichzeitig auch verletzliche Gesang von Karla Chubb.
VIER WEITERE NAMEN
Außerdem freuen wir uns sehr auf Snuggle, Future Franz, The Tullamarines und Sonja Eismann als Lesende:
Snuggle bedeutet übersetzt so viel wie: Sich einkuscheln, sich anschmiegen, sich in eine warme, sichere Position bringen. Genau dieses Gefühl transportiert auch der Sound des dänischen Duos snuggle. Ihr Debütalbum Goodbyehaus schwebt zwischen Shoegaze und Dream-Pop, weich, verträumt und nahezu einlullend.
In den Songs von Future Franz schwingt Magie – die Magie von fröhlich-melancholischen Indiepop-Melodien ebenso wie die magische Beschreibung der Absurditäten unserer Realität. Im täglichen Kuddelmuddel des Alltags zaubert der Popstar des kleinen Mannes ein Lächeln ins Gesicht. Er weiß, wir wissen: Besser wird‘s nicht. Dann lieber jeden Tag Samstag!
Sonja Eismann ist Journalistin und Kulturwissenschaftlerin. Letztes Jahr hat sie das Buch Candy Girls: Sexismus in der Musikindustrie veröffentlicht, aus dem sie Auszüge beim diesjährigen Festival liest.
Christiane Rösinger, die auch schon in Neustrelitz zu Gast war, fasst das ganz treffend zusammen: »Feminismus ist nicht Fun, er ist komplex und er kotzt die Leute an – und er macht Arbeit! Und die hat sich Sonja Eismann gemacht, indem sie mit Verve und Zorn und zahllosen Beispielen beweist, wie patriarchal es in der Musikindustrie immer noch zugeht.«
The Tullamarines aus Australien hören sich circa so an: Skinny Jeans an und Jutebeutel um, Converse geschnürt, Hugo aus der Flasche, Autofenster runterkurbeln, Kopf raus. Tanzen gehen. Laut zu Two Door Cinema Club singen. Laut The Kooks singen. Laut zu MGMT singen. Kids, bis früh in den Morgen. Das Leben ist gut und tut nur so weh, wie ein trauriger Indiepop-Song. Also kaum. Indie is alright und The Tullamarines kommen zum Immergut.
>> ZU DEN KARTEN <<
