ELBJAZZ bestätigt erste Künstler*innen für 2020

Foto: Presse Elbjazz / Jens Schlenker
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(FOO-intern) – Das ELBJAZZ wird 10 Jahre alt! Am 5. und 6. Juni 2020 feiert das Festival im Hamburger Hafen aus diesem Anlass eine ganz besondere Ausgabe. Heute wurden die ersten Künstler*innen bekanntgegeben: Mit dem legendären Archie Shepp Quartet, Moop Mama, Moka Efti Orchestra, 5K HD, Oscar Jerome, Matthew Whitaker Quartet, Seed Ensemble, Dinosaur, Golden Dawn Arkestra und Michelle David & The Gospel Sessions steuert das ELBJAZZ kurssicher auf die nächsten zehn Jahre zu und untermauert nach erfolgreicher Neuausrichtung einmal mehr seinen Anspruch, zu einem trendgebenden Leuchtturm zu avancieren, der national und international bekannte Künstler*innen Seite an Seite mit aufstrebenden Talenten und Heritage Artists live vor einmaliger Kulisse präsentiert.

Foto: Presse Elbjazz / Jens Schlenker

Mit 82 Jahren gilt Archie Shepp als einer der einflussreichsten Legenden der Jazz-Geschichte. Er teilte sich die Bühne mit Musikern wie John Coltrane oder Don Cherry und prägte die Jazz-Tradition sowie die Free-Jazz-Ära wie kaum ein anderer. Der „angry young man“ wirkte als soziales und politisches Sprachrohr einer schwarzen Musiker*innenbewegung, die seine Arbeit bis heute beeinflusst. Beim ELBJAZZ bestreitet der US-Saxofonist mit seinem Quartett eines seiner raren Europa-Konzerte in Hamburg.

Was vor einigen Jahren beim ELBJAZZ noch als Geheimtipp auf der MS Stubnitz präsentiert wurde, fegt im kommenden Jahr auch den letzten Feinstaub aus dem Hafen: Moop Mama haben es mit ihrem unvergleichlichen Mix aus Brass-Band-Sound und Rap zu einem Aushängeschild der deutschen Musikszene geschafft und spielen sich seit zehn Jahren in die Herzen des Publikums – vom 2012er-Ohrwurm „Liebe“ über die Jan Delay-Kooperation „Alle Kinder“ bis zum jüngsten Hit „Molotow“. Ihr musikalisches Motto: Keine fertigen Beats, keine Samples, keine elektronischen Instrumente. Dafür umso mehr nachempfindbare Zwischenmenschlichkeit und hoher politischer Anspruch.

Spätestens seit dem Serien-Erfolg von „Babylon Berlin“ kann wohl niemand dieses Orchester bremsen: Das Moka Efti Orchestra lässt kein Tanzbein ungeschwungen und entführt das ELBJAZZ-Publikum in eine rauschende Berliner Swing-Party, ganz im Stile der 20er-Jahre. Besonders der von Severija Janušauskaitė gesungene Titel „Zu Asche, zu Staub“ hat sich im popkulturellen Gedächtnis verankert. Seitdem kann sich das Moka Efti Orchestra, die Original-Bigband der Serie, vor Auftrittsanfragen kaum retten. Gemeinsam mit ihrer Sängerin bringt das 14-köpfige Ensemble das Lebensgefühl der Goldenen Zwanziger auf der Festival-Bühne zum Klingen.

5K HD wurde bereits kurz nach Gründung im Jahr 2016 als „Supergroup“ bezeichnet. Mittlerweile ist das Wiener Quintett eine feste Größe in der österreichischen Musiklandschaft – und sie entziehen sich mit ihrem Avantgarde-Pop-Jazz vielen gängigen Vermarktungsmechanismen der Branche. Auf ihrem aktuellen Album „High Performer“ geben sie sich erneut elektronisch verzerrt und sind dabei dennoch soulig. 5K HD kann man getrost als vielschichtige Band bezeichnen, der Genregrenzen im positiven Sinne suspekt sind.

Oscar Jerome ist ein virtuoser Gitarrist und verfügt obendrein über eine grandiose Singstimme. Er verbindet introvertiertes Songwriting, Black Music und westafrikanische Einflüsse mit beneidenswerter Nonchalance. Jazz-Gigant Kamasi Washington nahm ihn bereits mit auf Tour und beim vergangenen ELBJAZZ konnte man den jungen Mann aus London als Mitglied des Afro-Soul-Ensembles Kokoroko erleben. 2020 kehrt er mit eigener Band und hoffentlich mit Debütalbum im Gepäck zurück. Oscar Jerome wird ohne Zweifel die Zukunft des britischen Jazz prägen.

Der 2001 in New Jersey geborene Pianist, Organist, Drummer, Komponist und Arrangeur Matthew Whitaker ist der Shooting-Star der US-Jazzszene und wurde 2018 vom „201 Magazin“ als „Rising Star“ betitelt – und das zu Recht. Sein Album „Now Hear This“, aufgenommen mit einer All-Star-Band, wurde von Grammy-Gewinner Brian Bacchus (Gregory Porter, Norah Jones) produziert. Mit seinem leidenschaftlichen, R’n‘B- wie Funk-flirrenden Repertoire zeigt er Status Quo und Vervollständigung einer musikalischen Entwicklung, die schon in der Carnegie Hall oder beim Newport Jazz Festival für Begeisterungsstürme sorgte.

Das musikalische Line-up:

Archie Shepp Quartet, Moop Mama, Moka Efti Orchestra, 5K HD, Oscar Jerome,
Matthew Whitaker Quartet, Seed Ensemble, Dinosaur, Golden Dawn Arkestra,
Michelle David & The Gospel Sessions

Es gibt sowohl Tagestickets für den Freitag (5. Juni 2020) bzw. Samstag (6. Juni 2020) als auch Zweitagestickets (5. + 6. Juni 2020). Das Zweitagesticket (5. + 6. Juni 2020) kostet 109,00€. Das Tagesticket Freitag (5. Juni 2020) kostet 59,00€, das Tagesticket Samstag (6. Juni 2020) 74,00€. Alle Ticketpreise inkl. Gebühren. Tickets können online unter www.elbjazz.de gekauft werden.

Die ersten 11.000 Ticketkäufer*innen haben die Möglichkeit, eine Reservierung für das von ihnen bevorzugte Konzert im Großen Saal der Elbphilharmonie während des ELBJAZZ 2020 vorzunehmen. Dort wird es insgesamt sechs Konzerte geben. Der Start der Reservierungsphase beginnt am 13. November 2019.

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