Jazz Newcomer

Foto: von Alec White auf Pixabay
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(FOO-intern) –  Immer wieder schaffen es Newcomer magische Sternstunden der Musik zu Zaubern. Ob ein Musiker beim Publikum ankommt, entscheidet sich in den ersten Minuten. Es ist ein Spiel aus Show und Können. Im schlimmsten Fall verpufft seine Darbietung, er wird beiseite geschoben und weggewischt. Seine Werke landen im Müll. Doch gerade im Jazz erlebten wir in den letzten Jahren immer wieder neue Newcomer, die es schafften, uns mit ihren Konzerten und Improvisationen gefangen zu nehmen. In der heutigen, digitalisierten Zeit, kein einfaches Unterfangen. Gerade, da viele den Jazz nicht mehr als Mainstream vergöttern und ihn sogar für tot halten. Doch so lange es noch bemerkenswerte Künstler gibt, die uns mit ihren Werken in magische Sternstunden hebeln können, solange lebt Jazz in uns.

Foto: von Alec White auf Pixabay

Das beweisen auch die ganzen Festivals. Nicht zuletzt das Jazz Festival 2019, das in vielen Ländern einen Besucherrekord aufstellte. So zum Beispiel am Timmendorfer Strand, wo jährlich das JazzBaltic stattfindet und 2019 ein Plus von 20 Prozent bei den Besuchern zu verzeichnen war. Auch in Berlin, wo das Jazzfest vom 31.10 – 03.11.19 stattfand, gab es Rekorde. Neue Stimmen und internationale Begegnungen führten zu einer neuen Auseinandersetzung, die am Ende in wundervolle Sternstunden des Jazz endeten. Niemand anders als Antony Braxton eröffnete damals in Berlin 2019 das Festival, gemeinsam mit über 60 jungen und alten Künstlern aus aller Welt. Ein Erlebnis!

Interessante Newcomer

Jazz lebt und pulsiert so stark wie nie. Matthias Lindermayr ist einer der neuen Künstler. Mit seinem eindringlichen Ruf, einer Verzierung sondergleichen, als wenn die Luft süß, würzig-rau fließt und mit einer solchen Kraft rast der Sound in das Ohr der Zuschauer, das Matthias Lindermayr als Newcomer nicht mehr nur ein Geheimtipp ist. Sein Trompetenklang ist unvergesslich. Sein Ton hat so viele schöne, dunkle Seiten im Prolog mit einem reifen Gestus, dass er seine Zuhörer fesseln kann.

Smooth Jazz aus Nürnberg präsentiert die Rieke Katz und Band. Der Name ist gewöhnungsbedürftig, die Stimme hingegen entführt aus dem Alltag, entspannt und hat eine zaghafte und so wunderbare Nuance, die uns gebannt hält. Rieke Katz, die junge, wilde Sängerin, schafft es mit ihrer gut sortieren Band zu überzeugen. Pop, Funk und vor allem Jazz präsentiert sie ihren Zuschauern und die sind einfach vernarrt in den vollendeten Genuss, der auch mal ernst und nachdenklich sein kann.

Jazz kann aber auch so romantisch sein

Genau das beweisen die Newcomer Trio.Diktin aus Leipzig. Vier junge Menschen, die mit großer Inspiration neue Klangwelten zaubern, begeistern und schon 2013 den Münchner Jazzpreis (Bronze) abstauben konnten. Jazz wird hier zu einer neuen Ästhetik, zu einem neuen Stil, der uns bezaubert.

Luca Sestak und sein Klavier gehören zum Jazz einfach dazu. Der erst 19-jährige verblüfft mit einer Tiefe an farbenreichen Facetten bei seinem Klavierspiel, das sich seine Lebensfreude und Energie mit jedem Werk derart vermischt, dass es den Zuschauer derart ergreift, dass er danach ausgelassen applaudieren muss. Luca Sestak gehört zur neuen Garde und steckt den Jazz nicht einfach in eine feste Schublade, sondern bietet Überraschungen. Ein Newcomer, den man hören muss.

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