Terror! Wie sicher sind Festivals?

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(FOO-intern) – Vorweg: Die perfekte Sicherheit vor Terroranschlägen gibt es nicht. Wir müssen damit leider leben und auch unseren Spaß sollten wir uns nicht verbieten lassen. Nach den Anschlägen der letzten Wochen hat das Wacken-Festival nun reagiert und zusammen mit den Sicherheits-Verantwortlichen die Mitnahme von u.a. Rucksäcken auf das eigentliche Festivalgelände verboten. In einer Meldung heißt es dazu:

Foto: Mario De Mattia

“Liebe Metalheads, aus aktuellem Anlass hat sich die Festivalleitung in Zusammenarbeit mit den zuständigen Sicherheitsbehörden dazu entschieden, aus Sicherheitsgründen Rucksäcke, Taschen jeglicher Art und auch Full Metal Bags nicht auf dem Veranstaltungsgelände zu erlauben. Zum Veranstaltungsgelände zählen Wackinger Village, Wacken Center, Wacken Plaza, Metal Market, Beer Garden und Infield. (Siehe Holy Wacken Land Plan.)

Erlaubt sind weiterhin Bauchtaschen und natürlich könnt ihr auch die faltbare Wasserflasche aus dem F:M:B für Getränke weiterhin nutzen.

In Nähe der Einlässe (A und B) findet ihr die bekannten Schließfachtrucks, um eure Sachen unterzubringen.
Außerdem bitten wir euch, alle Rucksäcke und Taschen mit eurem Namen und eurer Telefonnummer zu kennzeichnen.

Wir vertrauen auf euer Verständnis. Diese Maßnahme dient der allgemeinen Sicherheit.”

Nach den Vorfällen in Frankreich hatten wir schon vor einigen Monaten bei verschiedenen Festivals angefragt, wie weit die Sicherheitsmaßnahmen auf deren Veranstaltungen verschärft werden sollen. Leider bekamen wir von keiner Festival-Leitung eine Antwort. Sicherlich, um die eigenen Maßnahmen nicht öffentlich bekannt zu geben, aber wahrscheinlich auch, weil es auf Festivals die absolute Sicherheit gar nicht geben kann.

Die Gefährdungszonen beginnen spätestens auf den Campingplätzen, besonders dort, wo auch die Autos mit parken dürfen. Jedes Fahrzeug, jede Person, jedes Gepäckstück müßte bei der Einfahrt kontrolliert werden. Im Prinzip müßten sogar, wie auf Flugplätzen, Scanner aufgebaut werden. Das ist alles organisatorisch nicht machbar.

Nur noch kleinste Taschen auf den Festivalgelände zuzulassen, erleichtert zumindestens den Ordnungskräften ein wenig die Arbeit. So gesehen, ist die Entscheidung in Wacken ein kleiner Schritt zu mehr Sicherheit. Ansonsten muß man einfach nur hoffen, das nichts passiert. Und auch die Augen offen halten. Meint man, etwas Verdächtiges zu sehen, dann lieber einmal zuviel als zu wenig die Polizei rufen. Mehr kann man nicht machen.

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