jbbg – Jazz BigBand Graz und Wolfgang Dauner beim Hafensommer Würzburg 2012

wdauner

Das Ensemble JBBG verzauberte und elektrisierte schon im Sommer 2009 die Hafenbühne und gehört mit dem damaligen Konzert („Electric Poetry & Lo-Fi Cookies“) zu den Highlights und zu den Top 5 der bisherigen Hafensommerjahre. Die Band ist definitiv eines der bemerkenswertesten Ensembles mit orchestralem Jazz auf internationaler Ebene (die Bezeichnung Big Band erscheint da hoffnungslos antiquiert).

Foto: Erich Reismann

Davon zeugen die beeindruckenden Werke, die außergewöhnlichen Besetzungen und Klangkörper und die spannenden Live-Auftritte dieser Combo. „It just blew me away (…) Fantastic music, incredible production, evocative, beautiful and so creative.“ (Maria Schneider, NYC)

Das neue Werk „Urban Folktales“ besteht aus sechs vielschichtigen Stücken, ein Gesamtkunstwerk an konzeptioneller Klarheit und stilistischer Vielfalt. Die beiden Bandleader von Kalnein und Schaffer sind erneut federführend bei diesem Werk, das mal meditativ, mal swingend und mal rockig groovend die Gehörgänge einnimmt. Insbsondere mit der Kreuzung westlicher und östlicher Traditionen und den urösterreichischen Motiven, den Großstadt-Impressionen und einem „Rêve Africain“ bis hin zu futuristischen Sphärenklängen scheint es nicht von dieser Welt zu sein. JBBG reizt erneut alles aus, was so ein Ensemble zu leisten vermag. Neben den bekannten Protagonisten bestimmen auch so ungewöhnliche Instrumente wie Theremin, Drehleier oder elektrische Zither die Poesie dieses zeitgemäßen Klangkörpers. Zum globalen Projekt wird die CD-Produktion (ACT) Urban Folktales durch erlesenen Gäste: Der Grammy nominierte Sänger Theo Bleckmann, die Sängerin Hadja Koujaté aus Guinea, der Gitarrist Nguyên u. a.

Wolfgang Dauner (Deutschland)
„Dauner am Klavier – epigonale Individualität und jazzige Spannung“

Wolfgang Dauner gehört seit Jahrzehnten zu den angesehensten und vielseitigsten Persönlichkeiten an den schwarzen und weißen Tasten, hochgeschätzt über die musikalischen und geographischen Grenzen hinweg als Komponist, Pianist und Keyboarder, Improvisator und Grenzüberschreiter. Seit den 50er Jahren ist er als professioneller Pianist unterwegs, später dann mit eigenem Trio (Fred Braceful, Eberhard Weber) im Fokus, wie kein anderer Bill Evans ins europäische verlängernd, dessen Sprache nutzend, aber eigene Geschichten erzählend. Dauner pendelte in den folgenden wilden Jahren zwischen konventioneller Improvisation, Free Jazz und Rock – aber auch zwischen Musik und angrenzenden Künsten: Musik-Theater, Fernsehen und Film, elektronischer/elektroakustischer Musik u. v. m.

Im Grunde ging es Dauner immer um die totale Entgrenzung: die zwischen Kunst und Leben und in Folge um die Unabhängigkeit seiner Musik – zudem ist er das Gegenteil eines Elfenbeinturm-Eremiten, Dauner ging immer unters Volk, ist fast ein Popstar des Jazz. Zuletzt hat sich Dauner wieder vermehrt auf den Konzert-Flügel konzentriert. „Gehaltvoller und zeitgemäßer als Chick Corea“ ist er, schreibt die Neue Zürcher Zeitung, „perlend, leichthändig sein Vortrag, geschmackvoll gestaltet seine Improvisationen. Bewundernswert auch der musikalische Horizont, die stilistische Interessenvielfalt. Bei ihm gibt es keine Trennung zwischen „E“ und „U“, zwischen Jazz und europäischer Klavierliteratur, zwischen neuer und alter Welt. Ein freies Musizieren ohne Scheuklappen. Ob Ravel, ob Gershwin oder Jazzstandards – Dauner verfügt mühelos (und technisch, handwerklich genial) über die reiche Tradition seines Instruments.“

Der Vorverkauf ist für diesen Konzertabend freigeschaltet:
Tickets

Doppelkonzert: jbbg / Wolfgang Dauner 20.00 Uhr
Tickets:
VVK € 23,-/AK € 29,-
Erm. € 20,- / € 26,-

http://www.hafensommer-wuerzburg.de



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